Skip to main navigation Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

Wer kauft die Verlobungsringe?

Der Verlobungsring ist seit Jahrhunderten ein Symbol der Liebe, des Versprechens und des gemeinsamen Neubeginns. Doch wenn der Antrag bevorsteht, taucht schnell eine praktische Frage auf: Wer kauft eigentlich den Verlobungsring? Traditionell galt es als Aufgabe des Mannes, den Ring auszuwählen und zu bezahlen – meist heimlich, um die zukünftige Verlobte zu überraschen. Heute hat sich dieses Bild jedoch teilweise verändert. Es gibt Paare, die den Ring gemeinsam aussuchen oder die Kosten teilen, während andere bewusst an alten Bräuchen festhalten. Es gibt also nicht nur eine richtige Antwort. Die Wahl hängt von persönlichen Vorstellungen, finanziellen Möglichkeiten und emotionalen Werten ab. Im Folgenden beleuchten wir, wie sich diese Entscheidung entwickelt hat, welche Varianten es heute gibt – und was am besten zu Ihnen als Paar passt.

1. Traditionell: Der Mann kauft den Verlobungsring

Lange Zeit war es selbstverständlich, dass der Mann den Verlobungsring kauft. Dieses Ritual geht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als der Ring als sichtbares Zeichen eines Heiratsversprechens galt. Der Antrag war ein romantisches, aber auch gesellschaftliches Ereignis – der Mann zeigte mit dem Ring, dass er um die Hand der Frau anhielt und Verantwortung übernehmen wollte.

Diese Tradition hat bis heute Bestand: In vielen Beziehungen möchte der Mann seine Partnerin mit einem sorgfältig ausgewählten Ring überraschen. Der Kauf wird dabei oft geheim gehalten, um den Moment des Antrags besonders emotional zu gestalten. Bei der Auswahl achtet er auf den individuellen Stil, die Ringgröße und die Bedeutung des Edelmetalls oder Edelsteins – etwa ob er einen Brillanten, Labordiamanten oder Farbedelstein wählt.

Auch heute empfinden viele Frauen diesen klassischen Weg als besonders romantisch. Der Ring steht symbolisch dafür, dass der Partner nicht nur Liebe, sondern auch Zeit, Mühe und Gefühl in die Vorbereitung gesteckt hat.

2. Moderne Paare: Gemeinsame Entscheidung und geteilte Kosten

In einer zunehmend gleichberechtigten Gesellschaft hat sich die Bedeutung des Verlobungsrings verändert. Immer mehr Paare treffen Entscheidungen gemeinsam – und das gilt auch für den Kauf. Manche Paare besuchen gemeinsam einen Juwelier und suchen dort den perfekten Ring aus. Andere entscheiden sich für zwei Verlobungsringe, sodass beide Partner ein Zeichen der Verlobung tragen. In solchen Fällen ist es oft selbstverständlich, dass die Kosten geteilt werden.

Diese gemeinsame Auswahl hat viele Vorteile: Beide können über Design, Edelmetall und Budget entscheiden, und der Ring wird so zu einem echten Partnerschaftsprojekt. Zudem stärkt das gemeinsame Erlebnis die emotionale Bindung – denn man wählt nicht nur Schmuck, sondern ein Symbol der gemeinsamen Zukunft.

3. Überraschung mit Rücksicht – der Mittelweg

Einige Paare entscheiden sich für eine Mischung aus Tradition und Moderne: Der Antrag bleibt eine Überraschung, aber der endgültige Ring wird später gemeinsam ausgewählt. Der Antragende wählt zunächst einen symbolischen Verlobungsring – etwa ein schlichteres Modell oder einen provisorischen Ring – und nach dem Antrag wird gemeinsam das finale Stück ausgesucht.

Diese Lösung bietet gleich mehrere Vorteile:

  • Der Moment des Antrags bleibt romantisch und spontan.
  • Der endgültige Ring passt perfekt in Größe, Stil und Material.
  • Beide Partner sind in die Entscheidung einbezogen.

Gerade bei hochwertigen Ringen mit Diamanten, Platin oder Roségold ist es sinnvoll, gemeinsam zu prüfen, welcher Stil am besten gefällt und wie sich der Verlobungsring später mit dem Ehering kombinieren lässt.

Viele Juweliere – darunter auch Goldene Zeiten Juweliere in Regensburg, Landsberg am Lech und Hemau – bieten daher flexible Beratungstermine, bei denen nach dem Antrag gemeinsam das perfekte Modell ausgesucht werden kann.

4. Finanzielle Aspekte: Wer zahlt den Verlobungsring?

Neben der emotionalen Bedeutung spielt natürlich auch das Budget eine Rolle. Traditionell galt die Faustregel, dass der Verlobungsring etwa ein bis zwei Monatsgehälter kosten sollte. Diese Regel stammt jedoch aus den USA und hat heute kaum noch Relevanz. Wichtiger ist, dass der Ring zum Lebensstil und den finanziellen Möglichkeiten des Paares passt.

Es gibt verschiedene Ansätze:

  • Der Antragende übernimmt die Kosten vollständig.
    → Romantisch und klassisch, besonders bei einer geplanten Überraschung.
  • Beide Partner teilen die Kosten.
    → Modern und partnerschaftlich – ideal, wenn gemeinsam ausgesucht wird.
  • Ein Familienring wird neu aufgearbeitet.
    → Nachhaltig, emotional wertvoll und kostengünstig zugleich.

Viele Juweliere beraten dabei offen zu Material, Diamantqualität und Preisgestaltung, um ein Modell zu finden, das sowohl emotional als auch finanziell überzeugt.

5. Familienringe und Erbstücke – Liebe mit Geschichte

Ein besonders emotionaler Weg ist es, wenn der Verlobungsring aus der Familie stammt. Oft wird der Ring einer Mutter, Großmutter oder Tante weitergegeben – manchmal unverändert, manchmal mit kleinen Anpassungen in der Goldschmiede modernisiert. Diese Option hat nicht nur finanziellen, sondern vor allem ideellen Wert.

Ein Erbstück erzählt eine Geschichte – und macht die Verlobung zu einem Moment, in dem sich Generationen verbinden. Der Ring steht dann nicht nur für den Beginn einer neuen Liebe, sondern auch für Tradition, Beständigkeit und familiäre Werte.

In den Werkstätten von Goldene Zeiten Juweliere können solche Erbstücke fachgerecht umgearbeitet werden – etwa durch neue Fassungen, Politur oder das Einsetzen zusätzlicher Steine, um ihnen ein modernes, persönliches Design zu geben.

6. Wer kauft bei gleichgeschlechtlichen Paaren den Verlobungsring?

Auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen ist die Frage nach dem „Wer kauft?“ offen. Oft entscheiden Paare gemeinsam, ob einer oder beide einen Ring tragen möchten. Manche machen sich gegenseitig einen Antrag und schenken sich dabei jeweils einen Ring, andere wählen ein gemeinsames Design.

Diese Freiheit ermöglicht es, die Verlobung völlig individuell zu gestalten. Die Entscheidung ist weniger von Traditionen geprägt, sondern vom persönlichen Empfinden und Stilbewusstsein. Ob schlicht oder funkelnd, ob Silber, Gold oder Platin – der Ring wird hier zu einem Ausdruck echter Gleichberechtigung und gelebter Individualität.

7. Fazit: Der richtige Weg ist der, der zu Ihnen passt

Ob klassisch oder modern – es gibt keine feste Regel, wer den Verlobungsring kauft. Manche halten an der schönen Tradition fest, dass der Mann den Ring auswählt und übergibt. Andere Paare entscheiden sich bewusst für einen gemeinsamen Kauf oder sogar für zwei Verlobungsringe.

Wichtig ist, dass die Entscheidung zur Beziehung und zu den Werten des Paares passt. Der Verlobungsring ist ein Symbol, das Sie ein Leben lang begleitet – seine Bedeutung entsteht nicht durch den Preis oder die Kaufweise, sondern durch die Liebe, die er repräsentiert.

Bei Goldene Zeiten Juweliere beraten wir Sie gerne persönlich und finden gemeinsam mit Ihnen den perfekten Verlobungsring, der Ihre Geschichte erzählt – ob als Überraschung, als gemeinsames Projekt oder als Erbstück mit Seele.